Historie / Stifterwille

Historie

Seit drei Generationen hat die Familie Schmidt vom Duisburger Firmensitz aus Groß- und Einzelhandel betrieben. Ursprung dieser Aktivitäten war im Jahr 1906 das Kaufhaus C. W. Jung. Es folgte 1923 die Aufnahme des Großhandels mit Gründung der Firma Karl Schmidt OHG. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Spar-Zentrale Ruhrgebiet, die P+Q SB-Warenhausgesellschaft, die E+W Schmidt GmbH sowie die Mercator GmbH gegründet. Wilhelm und Ernst Schmidt, die zweite Generation der erfolgreichen Kaufmannsfamilie, gründeten 1963 den ersten Metro-SB-Großmarkt in Essen.

Im Jahre 1964 schlossen sie sich mit den Unternehmern Beisheim und Schell, die die Eröffnung eines SB-Großmarktes im benachbarten Mülheim-Ruhr planten, zu einer gemeinsamen Firma zusammen; Im Zuge der Realisierung des dritten Großmarktes in Berlin trat die Duisburger Handelsfirma Haniel als Finanzpartner hinzu und ermöglichte die weitere schnelle Expansion der Gruppe, der der Partner Schell nun nicht mehr angehörte. Aus der Fusion der Handelsunternehmen entstand 1996 die Metro Group, zu deren Anteilseignern neben Haniel und Beisheim die Familie Schmidt gehört.

Ende der 1990er Jahre haben die Nachkommen der Unternehmerfamilie die beiden Stiftungen, Stiftung Mercator Schweiz und die Stiftung Mercator Deutschland GmbH gegründet und mit erheblichen finanziellen Mitteln aus ihrem Vermögen ausgestattet. Aus weiteren Vermögenswerten, die die Stifterfamilie der gemeinnützigen Tätigkeit gewidmet hat, wurden die beiden Stiftungen laufend mit Geldern in Form von Zuwendungen und Spenden ausgestattet.

Durch die vollständige Einbringung des deutschen unternehmerischen Vermögens der Familie in die Meridian Stiftung (2017) wird künftig auch diese zur Finanzierung der gemeinnützigen Aktivitäten beitragen.

Auch künftig wird sich die Familie durch die Entsendung von 3 Mitgliedern in den Beirat der Meridian Stiftung einbringen.

 

Stifterwille

Mit der Überführung unternehmerischer Aktivitäten unter das Dach der gemeinnützigen Meridian Stiftung hat die Familie Karl Schmidt im Jahre 2017 die seit vielen Jahren vorbereitete Übertragung des Vermögens in die Gemeinnützigkeit vollendet.

Im Vordergrund des gemeinnützigen Handelns soll die finanzielle Unterstützung der gemeinnützigen Stiftung Mercator GmbH in Essen (Deutschland) und der gemeinnützigen Stiftung Mercator Schweiz stehen, die dem Anliegen der Stifterfamilie folgend zum gesellschaftlichen Wohl, zum friedlichen Zusammenleben und zur Erhaltung der natürlichen Umwelt beitragen sollen.

Wesentliche Werte der Stiftungen sind Weltoffenheit, Respekt und Toleranz. Insbesondere setzen sie sich für die Freiheit des Geistes, des Wortes und der Wissenschaft und für gleiche Rechte, Lebenschancen und Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft ein.

Der Vorstand der Stiftung wird insbesondere bezüglich Mittelbeschaffung und Mittelverwendung von einem neunköpfigen, gesellschaftlich breit aufgestellten Beirat überwacht.

Der mehrheitlich aus Dritten und aus Familienmitgliedern zusammengesetzte Beirat wird die Interpretation der gemeinnützigen Tätigkeit immer wieder neu an den sich wandelnden gesellschaftlichen und ökologischen Bedürfnissen ausrichten und bei der Verwaltung des Vermögens eine langfristige Perspektive im Auge behalten.